"DAS GEHEIMNIS DER HEBAMME"
NACH DEM GLEICHNAMIGEN ROMAN FÜR DIE BÜHNE ADAPTIERT VON ODETTE BERESKA –
URAUFFÜHRUNG –

Das Stück entführt in die mittelalterliche Welt von Aberglaube, Intrigen und Gewalt. Die junge
Hebamme Marthe muss fliehen, da der Burggraf, nach der Totgeburt seines Kindes, ihr Leben
bedroht. Sie schließt sich Siedlern an, die in die Mark Meißen ziehen. Angeführt werden sie von
Christian, einem Ritter in Diensten des Markgrafen von Meißen. Im „Dunklen Wald“ gründet er
zusammen mit ihnen Christiansdorf, das spätere Freiberg. Als dort Silber gefunden wird, entbrennen
blutige Kämpfe um die Eigentumsrechte. Während Christian für das Wohlergehen der Dorfbewohner
kämpft, wüten die Ritter des Markgrafen selbstherrlich unter den Siedlern. Als Hexe verschrien, ist
vor allem Marthe Gefahren ausgesetzt. Christian ist seit ihrer ersten Begegnung von Marthe
fasziniert. Wenn sie am Ende entgegen vieler Widerstände heiraten, fordern sie damit auch die
Ordnung heraus.
 
"Knigge reloaded"
mit Ralf Herzog und Jürgen Haase

Die Welt ist aus den Fugen.

Egoismus und Selbstherrlichkeit sind auf dem Vormarsch, Empathievermögen eine aussterbende
Wesensart.

Dem schleichenden Verfall guter Manieren gilt es Einhalt zu gebieten! Aber wer sollte das schaffen?!
Es gibt sie noch – die Vertreter des guten Benehmens:

Schauspieler Jürgen Haase alias Prof. Nase und Pantomime Ralf Herzog alias Dr. Peters, beide
Mitglieder der „Knigge-Gesellschaft Deutschland“, versuchen alles, um diesen Prozess des
gesellschaftlichen Niedergangs zu stoppen. Der seriöse Vortrag des Einen wird dabei durch die
pantomimische Hilfestellung des Anderen des Öfteren ad absurdum geführt, was nicht ohne
komische Konsequenzen bleibt, welche in einem furiosen Finale enden, mit dem keiner der Beiden
gerechnet hat.

Lassen sie sich bilden – und nicht zuletzt überraschen!
 
"Winnetou I"
VON OLAF HÖRBE NACH KARL MAY

Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und
Vorboten der weiteren Eroberung. Der junge Häuptling Winnetou weiß um die technische
Überlegenheit der weißen Eroberer. Gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite,
der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich
die Indianer befinden. Banditen wie Santer greifen die Lebensgrundlage der Indianer immer wieder
an. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur
Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg ... Geritten wird wie immer auf feurigen
Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Geschichte, die uns ins
Lager der Apachen führt, in die Westernstadt St. Louis, zu den Landvermessern nahe der Station
«Little Paradise» und in die Berge auf die Spur des Goldes, einen besonderen Reiz.

«'Winnetou I' bietet durchaus gute Unterhaltung und glänzt mit einem vortrefflichen
Schauspielensemble.» KARL MAY & CO NR. 141
 
"RADEBEULER BILDERBOGEN"
THEATER IN DER STADT

Es gibt Radebeul Ost und Radebeul West. Und mittendrin, an der langen Meißner Straße, die von
Ost nach West oder, je nach Bewegungsziel des Reisenden, von West nach Ost führt – auf der einen
Seite fällt das Land sanft zum Fluss ab, auf der anderen steigt es weinbewachsen steil empor –,
mittendrin, als das eigentliche Zentrum also, und doch im schnellen Vorbeifahren manchmal einfach
zu spät wahrgenommen: das Theater. Das Theater der Stadt Radebeul. Und das Theater des
Landes Sachsen. Ein Ort, wo Geschichten gesucht, gesammelt und erzählt werden. Radebeul, Ost
wie West, ist reich an Geschichte und Geschichten, gelebt und geschrieben von berühmten Töchtern
und Söhnen der Stadt und den vielen Menschen in ihr, die nie im Rampenlicht standen, aber ohne
deren Mittun die Stadt nicht das wäre, was sie ist und sein wird.

Wir möchten Sie einladen, mit uns gemeinsam auf Spurensuche zu gehen, Orte zu entdecken, wo
Geschichten lauern, neue oder unbekannte hinter den bekannten, mit dem schönen Nebeneffekt,
dass man sich auf Reisen kennenlernt und ins Geschichten-Erinnern-Erzählen kommt. Wohin fuhren
die Züge vom Bahnhof Radebeul Ost? Was verbirgt sich hinter dem Ermelhaus? Woher kam
Sarrasani? Wer kurte im Bilzsanatorium? Wie musikalisch ist die (Ernst von) Schuchstraße? Welche
Geheimnisse umwehen die Karl-May-Villa? Wie steht es um den Nutzen des Weins? Wem verdankt
die Carl-Schröder-Straße ihren Namen?

Der Reiseplan sieht folgendes vor: Sie kommen, ausgerüstet mit Neugierde und
bequemer, witterungsangemessener Kleidung zum Theater. Dort stimmen wir Sie mit «Theatersport»
auf Ihre Expeditionsrunde ein, die Sie per pedes oder Bustransfer
bewältigen. Am jeweiligen Ziel angekommen, erwarten Sie theatrale Erkundungen und
Überraschungen unterschiedlichster Art mit einer kurzweiligen Dauer von ca.
einer Stunde.

Zurück im Theater, laden Gaukler, Feuer, Heißgetränke und mehr zur Komödie DAS
JAHRMARKTSFEST ZU PLUNDERSWEILERN von Peter Hacks ein. Das deftige Volkstück nach
Johann Wolfgang Goethe entführt uns nicht nur in das Provinznest Plundersweilern, wo eine
fahrende Theatertruppe ihre Zelte aufgeschlagen hat, sondern auch nach Persien an den Hof des
Königs Ahasveros. Eigentlich lebt der König mit seiner Frau Esther in seinem Vielvölkerstaat ganz
glücklich – die Königin ist sehr schön, das Volk friedlich und bezahlt pünktlich seine Steuern – wenn
da nicht der Karrierist Haman wäre. Ihm ist der stolze Jude Mardochai ein Dorn im Auge. Am liebsten
würde er ihn am Galgen sehen. Und so umschmeichelt er den König und ersinnt die finstersten
Intrigen, die Mardochai zu Fall bringen sollen. Doch da greift Esther, die kluge Königin, ein und
schlichtet mit den Waffen einer Frau den Konflikt.

DER RADEBEULER BILDERBOGEN WIRD NUR 5 MAL AUFGESCHLAGEN:

Am 13.4., 15.4., 22.4, 4.5. und 5.5.2018
 
"EIN SOMMERNACHTSTRAUM"
KOMÖDIE VON WILLIAM SHAKESPEARE

In Shakespeares bekanntestem und erotischstem Stück liegen im raschen Wechsel der Emotionen
Verzückung und Verzweiflung, Ernst und Komik dicht beieinander.

Mit Eifer und fest überzeugt von ihrem schauspielerischen Talent planen Athener Handwerker die
Aufführung einer «tieftragischen Komödie» auf der Hochzeit Theseus‘, des Herzogs von Athen, mit
Hippolyta, der besiegten Amazonenkönigin. Die Vorfreude Theseus‘ wird von der Beschwerde eines
Athener Bürgers getrübt, der sich bei dem Machthaber über seine Tochter Hermia beklagt, weil sie
gegen den väterlichen Willen Lysander heiraten will und nicht den ihr zugedachten Demetrius. Dafür
droht ihr nach dem Athener Gesetz die Todesstrafe. Um sich zu retten, sucht sie mit ihrem Geliebten
Zuflucht in einem Wald, nichtahnend, dass sie in das Reich des Elfenkönigs Oberon und seiner Frau
Titania geraten sind. Die beiden werden von Demetrius verfolgt, der Hermia nicht freigeben will.
Helena, von ihm verlassen und sich nach ihm verzehrend, eilt ihnen nach.

Zwischen Oberon und Titania tobt ein wilder Streit der Eifersucht. Aus Rache manipuliert der
Elfenkönig seine schlafende Frau mit einem besonderen Blütensaft, der glühendes Verlangen nach
der erstbesten Kreatur entfacht, die das Auge erblickt. Das ist ausgerechnet der großspurigste der
Athener Handwerker – Zettel, dem der Elf Puck einen Eselskopf angezaubert hat.

Auch unter den beiden jungen Paaren aus Athen stiftet Puck schwere Verwirrung. Verblendet
bedrängen Lysander und Demetrius nun Helena mit der gleichen Leidenschaft, die vorher Hermia
galt. Die Gefühle sind nicht mehr steuerbar ...